Termine

ab September

 

Repair Cafe (3. WE)

Open Lab Day (Do ab 18 Uhr)

Elektrokids

Kreativworkshop für kinder

Holzkurs - Ikeahacking &

3D Druck und Modelling

Standort

freiLand

freiLand Potsdam

Büro / Bildung

Friedrich Engels Str. 22

14473 Potsdam

projekte / Schwerpunkte

Als freischaffende NetzwerkerInnen und UmweltbildnerInnen engagieren wir uns in den Bereichen Wissensvermittlung, Networking, Technikdesign, Umweltbildung und Kommunikationsmethoden. Der Wissenschaftsladen hat aktuell die folgenden Themen-Schwerpunkte: das ist zum einen das FAB-Lab Projekt und zum anderen der Bereich der Stadtökologie und Stadtentwicklung.

 


Fab-Lab

Mit Hilfe der innovativen Fab-Lab Idee können Menschen eigene Ideen und Entwürfe mittels professioneller Rapid Prototyping Hardware umsetzen. Dafür wird ihnen im Wissenschaftsladen Potsdam das nötige Wissen und die Maschinen zur Verfügung gestellt. Neben einer freien und bedarfsorientierten Produktion von individuellen Gütern, kann über ihren Gebrauch und die Funktionalität selbst bestimmt werden. Hintergrund ist die (Wieder-)Aneignung von Wissen und Technologien. Dafür stehen Begriffe wie „Open Access“ und „Open Science“.

Open Access steht für einen freien Zugang zu Wissen, unabhängig davon, ob es sich nun um „wissenschaftliches Wissen“ oder um andere Formen produzierten Wissens handelt. Wissen für alle Menschen frei zugänglich zu machen, entspricht nicht der Realität in dieser Gesellschaft. Gegenwärtig wird Wissen als Ware nur bestimmten Menschen oder Gruppen verfügbar gemacht wird – entsprechend ihrem Bildungsstand, ihrer sozialen Zugehörigkeit und ihren finanziellen Möglichkeiten. Ausgehend vom Open Access, stellt die Open Science - Bewegung eine Besonderheit in der Art der freien Verfügbarkeit von Wissen dar. Denn hier geht es nicht nur um den Zugang zu Wissen, sondern auch um die Mitwirkung und Mitgestaltung an wissenschaftlichen Projekten und damit an der Generierung von Wissen. Voraussetzung dafür ist die Offenheit, Transparenz und freie Verfügbarkeit von Methoden und Ergebnissen. Nur so können diese auch kritisch hinterfragt und verändert werden. Damit stellt Open Science ein alternatives Gegenmodell zur derzeitigen akademischen Forschung dar, in welcher - wenn überhaupt - nur das Ergebnis begutachtet und ggf. diskutiert wird bzw. werden kann.

Das Open Science Modell ist für alle Projekte des Wissenschaftsladens grundlegend. Neben dem Projekt Fab-Lab, gehört die Entwicklung eines Open Science Netzwerks in Potsdam zu den Arbeitsschwerpunkten.

Fab-Lab steht hierbei für Personal Fabrication, einer Art kleinen Fabrik zu Hause oder auf dem Hinterhof, die es jedem ermöglicht auf offen nachvollziehbarem Wege eigene Ideen von Gebrauchsgegenständen und künstlerischen Objekten selbst zu produzieren. Im Vordergrund steht dabei die Wiederaneignung von technischem Wissen und die eigene Kontrolle über einen Prozess von der kreativen Idee bis zur tatsächlichen praktischen Umsetzung. Dabei gibt es bewusst Anleihen aus der Open Source Bewegung, technisches Wissen aus der privatwirtschaftlichen Umklammerung herauszulösen und der Allgemeinheit zur Verfügung zustellen. Der Grundgedanke eigene Produkte zu entwerfen und diese dann auch mit Maschinen zu produzieren, die in ähnlicher Form sonst nur in Fabriken zu finden sind, impliziert eine andere nachhaltige Sicht auf Gegenstände unseres Alltags, die wir selbst herstellen und gestalten können. Ein Fab-Lab bietet ein breites Spektrum an Möglichkeiten, auf spielerischem Wege die Ehrfurcht vor Technik zu überwinden und innovative wie auch künstlerische Projekte umzusetzen. Dazu gehören Selbstbau und Verbesserung von Maschinen, sowie Bildungskurse für jung und alt in

  • Rapid-Prototyping,
  • Produktdesign,
  • Produktrecycling,
  • offene Ideenworkshops,
  • Konzeption und Forschung von/zu Alternativökonomien
  • Coaching zu alternativen Ökonomien (Bsp: solidarische Ökonomie) für Initiativen, Projekte und mittelständische Unternehmen

Inhalt und Ergebnisse der verwirklichten Ideen werden gesammelt und stehen der Allgemeinheit zur weiteren Verwendung und Weiterentwicklung zur Verfügung.


StaDTÖKOLOGIE

Die stadtökologische Ausrichtung basiert auf der Annahme, dass die meisten Menschen in naher Zukunft in städtischen Ballungsräumen leben werden, die für den Großteil der Umweltzerstörung verantwortlich sind. Die Vermittlung von Wissen über ökologische Zusammenhänge in urbanen Gebieten trägt dabei der Erkenntnis Rechnung, dass Umweltschutz und Lebensqualität gerade in dicht besiedelten Ballungsgebieten unmittelbar zusammengehören. Deshalb orientiert sich das Projekt urban gardening des Wissenschaftsladens an den Grundsätzen des Klimaschutzes, dem Erhalt der Biodiversität, der Ressourcenschonung und der alternativen Energiegewinnung im urbanen Raum. Dazu gehören die urbane Subsistenzwirtschaft, die Schaffung und der Erhalt von Lebensräumen im Sinne der Biodiversitätsstrategie und die Verbesserung der Lebensbedingungen für Menschen in urbanen Ballungsräumen durch die Berücksichtigung umweltgesundheitlicher Aspekte.

Die Kommunikationsmethoden konzentrieren sich einerseits auf den Aspekt der Umweltbildung, die sich primär am Konzept des informellen Lernens orientiert. Andererseits werden auch Angebote unabhängig von der Umweltbildung im Bereich Gewaltfreie Kommunikation nach Marshall B. Rosenberg, Mediation und Konfliktmanagement in Organisationen, Institutionen und für Privatpersonen angeboten.